Monatliches Archiv für Januar, 2011

urban choreographies
In den Videos unter diesem Titel werden Arbeiten versammelt, die als choreografische Sequenzen gelesen werden können. In den filmisch festgehaltenen Situationen im urbanen Raum spielen mehrheitlich vorgefundene Dinge die Hauptrolle: ein roter Schirm tanzt im Wind, ein Kleidungsstück bewegt sich zur Musik…
Die Aufnahmen wurden sozusagen im Vorbeigehen gesammelt. Dabei ist die Poesie des Flüchtigen genauso Thema wie die Choreografie des Blicks durch die Aufmerksamkeit auf das Seltsame im Alltäglichen oder den absurden Moment.

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dancing in the wind / rough times Video, 0:17 min, Wien, 2016
Das Video zeigt einen offensichtlich ramponierten Regenschirm, der in einen Mistkübel gesteckt wurde. Im Wind scheint dieser Schirm zu tanzen und schafft sich dabei seine eigene Musik.
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dance with me, Video, 2:01 min, Wienfluss im Stadtpark, 2017
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a duet for the Venice Biennale 2017, Video, 2:08 min
Das Video zeigt ein vor der Vaporettostation “Biennale” angeschwemmtes Bikinioberteil, das sich Dank eingenähter Schaumstoffpolster in den Wellen wiegt.
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LOSER
Die Arbeit LOSER ist ein wachsendes fotografisches Archiv einzelner, verloren gegangener Handschuhe. Seit 2011 entsteht diese Sammlung in einer gewissen Beiläufigkeit beim Gehen alltäglicher Wege. Von der ursprünglichen Aufgabe enthoben, werden die Dinge in Form eines Abbilds in eine Sammlung eingefügt und bekommen auf diese Weise einen neuen Platz zugewiesen. Die Installation spielt mit der doppelbödigen Bedeutung der Wörter “loser” bzw. “Verlierer”: zum einen greift sie das reale Verlorengehen der Handschuhe auf, zum anderen gibt es den sozialen Kontext, in dem man Menschen als “loser” oder “Verlierer” bezeichnet, die in der Gesellschaft ihren Platz nicht behaupten.
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Wandinstallation: Fotos, Klebeband, Ausstellungsansicht: lokal-int, Biel-Bienne, Schweiz, 2013

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Wandinstallation, Ausstellungsansicht: Barockschlössl Mistelbach, 2014

paradise
In der installativen Arbeit paradise wurden “paradiesische” Elemente - wie künstliche und echte Pflanzen, Tiere usw. - aus Shoppingcentern mittels Fotografie extrahiert. Die daraus entstandenen Objekte stehen mit ihrer Rückseite zum Betrachter in einer weißen Spiegelbox. Die Vorderseite erschließt sich erst durch näheres Herantreten an die Installation, zu deren Bestandteil der Betrachter unweigerlich wird. Es entstanden bisher fünf unterschiedliche Boxen: die Basis für die Boxen 1, 2 und 3 bilden Fotos aus Shoppingcentern der Städte Wien, Berlin, Zürich, Paris und Budapest. Die Basis für die Boxen 4 und 5 bilden Fotos aus Malls in Marrakesch, Fès, Rabat und Casablanca.

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paradise
Boxen: 85 x 36 x 30 cm, Pappelsperrholz, Spiegel
fotografische Objekte, Kappaplatten, Holz
2013-15