>Im Mittelpunkt meiner Beschäftigung steht die „Forderung aus dem eigenen ICH ein Projekt und aus dem Projekt ein Unternehmen zu machen. Das Projekt „ICH“ als vermarktbare Größe, die für den freien Markt fit und wettbewerbsfähig gemacht werden muß. Dazu gehört neben der Abarbeitung an gängigen Schönheitsidealen auch die permanente Präsenz und Kommunikation in digitaler Form. Ebenso eine übersteigerte Kultivierung des jung und jugendlich seins – während unsere Gesellschaft vergreist. (vgl. Sloterdijk)
Dabei wird oft vergessen, daß all die scheinbar freiwilligen Anstrengungen zur „ persönlichen Aktualisierung von Könnenschancen“ stets dem verinnerlichten, wertenden Blick von Außen unterworfen sind.
Wie schon in vorangegangenen Arbeiten, beschäftigt mich auch in dieser Auseinandersetzung die Ausrichtung des Lebenssinns auf die Kommerzialisierung und Vermarktung des Selbst/Ichs. Der Mensch in seiner Rolle als Mitgestalter einer Konsumkultur und gleichzeitig in vieler Hinsicht auch als ihr „Opfer“.<