Jahresarchiv für 2017

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heavy metal
Für diese Bodeninstallation wurden mit Schwermetallen kontaminierte Böden herangezogen.
Die Ornamente orientieren sich an Fliesenmustern und wurden mit Schablonen auf jeweils
30 x 30 cm großem Aquarellkarton aufgebracht. Vier Stück davon bilden einen vollständigen Mustersatz, der jeweils einer Erde zugeordnet ist. Die bisher verwendeten Bodenproben wurden von internationalen Forschunginstituten bezogen und stammen vorwiegend aus dem europäischen Raum und Afrika.
Es gibt ein ergänzendes Buch, in dem jedem Mustersatz die GPS Daten der Entnahmestelle des Bodens, die Art und Höhe der Kontamination und die beteiligte Forschungseinrichtung zugeordnet sind. Diese Arbeit versteht sich als “work in progress” hinsichtlich der Anzahl der verwendeten Proben und der geografischen Ausdehnung der Entnahmestellen.

Erden auf Aquarellkarton, Musteranordnungen von jeweils 90 x 90 cm, 2017

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bindegewebe der zeit
Unter dem Begriff der Zeitkapsel versteht man im strengerem Sinn einen Behälter, in dem zeittypische Dinge für eine bestimmte Zeit verschlossen werden, um sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. Diese Objekte sind meist von geringem materiellem Wert und sollen die Vergangenheit sichtbar und spürbar zu machen.
Diese Vorstellung einer materialisierten Lebenszeit wird in der Arbeit bindegewebe der zeit aufgegriffen. Denn anhand von Dingen gestaltet der Mensch nicht nur seine Welt, er baut mit ihnen auch ständig seine Identität auf. Auf eine gewisse Weise verleibt er sich Dinge ein und macht sie zur Verlängerung seines Ichs. (Persönliche) Dinge sind es, die übrigbleiben, wenn ein Mensch diese Welt wieder verlässt, sie erzählen von einer Zeit, aber auch von der menschlichen Fragilität und seinen Bemühungen in Form von Materialität weiterzubestehen. Das Vergehen von Zeit und die Endlichkeit allen Lebendigen ist hier keine Tragödie. Es handelt sich vielmehr um eine poetische Reflexion.

Rauminstallation: Fotografie, Video, Objekte, 2014, Ausstellungsansicht: masc foundation 2016

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schizophrenia
Wandinstallation, 360 x 500 cm, Aquarell auf Papier, Metall (Fertigstellung im Rahmen der AIR des Landes OÖ in Cesky Krumlov, CZ, 2016)
Ausstellungsansicht: k-haus 2017
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Den Arbeiten die unter diesem Titel versammelt sind wohnt eine Spaltung inne. Was zunächst als zarter Stern erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Anordnung von Bomben und Handgranaten. Die gesamte Wandinstallation besteht aus vierundzwanzig dieser sternförmigen Gebilde. Der Focus liegt auf den Widersprüchen, mit denen wir in unserer Gesellschaft tagtäglich konfrontiert werden, und die uns mittlerweile scheinbar zur Gewohnheit geworden sind.

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anders wie (part eins)
Rauminstallation für goldfußunlimited,
Performance anders wie / part1
mit Angela Besunk, Ilse Reiser, Martin Tomann, Steffi Wimmer
Livemusik: Martin Kratochwil
Künstlerische Leitung: Johanna Tatzgern
Kunsttankstelle Ottakring, 2017

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non alternative sights
Diese Videoarbeiten verstehen sich als Sammlung spontan festgehaltener, vorgefundener Situationen im Stadtraum. Das Flüchtige, Vergängliche und somit auch das Lebendige sind die Themen dieser intuitiven Erkundigungen des urbanen Raumes. Die Arbeiten können auch als performative Sequenzen gelesen werden - worauf die meisten Titel Bezug nehmen. Diese Sammlung erweitert sich seit 2015, exemplarisch werden hier drei Arbeiten angeführt:
dance with me, 2017
performing with wind, 2017
black courtain, 2017