Archiv für die 'fotografie' Kategorie

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time capsules
Rauminstallation: Fotografie, Video, Objekte, 2014, Ausstellungsansicht: masc foundation 2016

Unter dem Begriff der Zeitkapsel versteht man im strengerem Sinn einen Behälter, in dem zeittypische Dinge für eine bestimmte Zeit verschlossen werden, um sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. Diese Objekte sind meist von geringem materiellem Wert und sollen die Vergangenheit sichtbar und spürbar zu machen.
Diese Vorstellung einer materialisierten Lebenszeit wird in der Arbeit time capsules aufgegriffen. Denn anhand von Dingen gestaltet der Mensch nicht nur seine Welt, er baut mit ihnen auch ständig seine Identität auf. Auf eine gewisse Weise verleibt er sich Dinge ein und macht sie zur Verlängerung seines Ichs. (Persönliche) Dinge sind es, die übrigbleiben, wenn ein Mensch diese Welt wieder verlässt, sie erzählen von einer Zeit, aber auch von der menschlichen Fragilität und seinen Bemühungen in Form von Materialität weiterzubestehen. Diesen vergeblichen Bemühungen spüren diese Arbeiten nach.

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Wandinstallation, Objekt, Video, Ausstellungsansicht: Kubinhaus 2016 (Fertigstellung im Rahmen der AIR des Landes OÖ in Cesky Krumlov, CZ)

Abbildungen von Fliegerbomben und Handgranaten wurden mit schwarzer Aquarellfarbe auf Papier übertragen und ausgeschnitten. Fünf bis sechs Stück davon ergeben jeweils ein sternförmiges Muster, das durch Metallhalterungen mit Abstand von der Wand montiert ist. Die gesamte Wandinstallation besteht aus vierundzwanzig dieser sternförmigen Gebilde. Die Arbeit wurde zusammen mit dem Video schizophrenia und dem Fotoobjekt fleurs du mal im Kubinhaus gezeigt.

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das exponential, vienna artweek, 2014

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paradise
Boxen: 85 x 36 x 30 cm, Pappelsperrholz, Spiegel
fotografische Objekte, Kappaplatten, Holz

In der installativen Arbeit paradise wurden “paradiesische” Elemente - wie künstliche und echte Pflanzen, Tiere usw. - aus Shoppingcentern mittels Fotografie extrahiert. Die daraus entstandenen Objekte stehen mit ihrer Rückseite zum Betrachter in einer weißen Spiegelbox. Die Vorderseite erschließt sich erst durch näheres Herantreten an die Installation, zu deren Bestandteil der Betrachter unweigerlich wird. Es entstanden bisher fünf unterschiedliche Boxen: die Basis für die Boxen 1, 2 und 3 bilden Fotos aus Shoppingcentern der Städte Wien, Berlin, Zürich, Paris und Budapest. Die Basis für die Boxen 4 und 5 bilden Fotos aus Malls in Marrakesch, Fès, Rabat und Casablanca.

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Installation: Stühle, Textil, Text, Ausstellungsansicht: basement 2014

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states of exhaustion, masc foundation, Wien 2016

Die Installationen in der Werkserie states of exhaustion handeln von Momenten der Erschöpfung und Überforderung in einem System, das zunehmend auch die privatesten Bereiche des Lebens nach den Prinzipien eines kapitalistischen Optimierbarkeitsanspruchs durchdringt.

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Videoinstallation für das Barockschlössl Mistelbach, 2014

Die Videoinstallation ground wurde für das Barockschlössl in Mistelbach konzipiert.
Es greift die gediegene Ordnung des alten Intarsienbodens in einem barocken Raum auf, der sich durch eingelegte Scheiben aus Metall auszeichnet. Diese Scheiben scheinen sich in diesem Animationsvideo plötzlich zu vermehren und beginnen, sich zu bewegen. Der Boden wird zu einem lebendigen aber damit auch unberechenbaren Ort, der das Versprechen nach Stabilität und Sicherheit nicht mehr einlöst.

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Installation, Holz, Wasserwaage, Fotografie, Mistelbach, Barockschlössl 2014

Diese Installation ist auf zwei Räume aufgeteilt. Im ersten Raum befindet sich eine Wasserwaage, die, gestützt durch zwei zwischen den Wänden verkeilten Holzleisten, in Position gehalten wird. Im zweiten Raum hängt ein gerahmtes Foto dieser Wasserwaage an der Wand, deren waagrechte Position nur stimmig ist, wenn das Bild schief hängt.

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Wandinstallation: Fotos, Klebeband, Ausstellungsansicht: lokal-int, Biel-Bienne, Schweiz, 2013

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Wandinstallation, Ausstellungsansicht: Barockschlössl Mistelbach, 2014

Die Arbeit LOSER ist ein wachsendes fotografisches Archiv einzelner, verloren gegangener Handschuhe. Seit 2011 entsteht diese Sammlung in einer gewissen Beiläufigkeit beim Gehen alltäglicher Wege. Von der ursprünglichen Aufgabe enthoben, werden die Dinge in Form eines Abbilds in eine Sammlung eingefügt und bekommen auf diese Weise einen neuen Platz zugewiesen. Die Installation spielt mit der doppelbödigen Bedeutung der Wörter “loser” bzw. “Verlierer”: zum einen greift sie das reale Verlorengehen der Handschuhe auf, zum anderen gibt es den sozialen Kontext, in dem man Menschen als “loser” oder “Verlierer” bezeichnet, die in der Gesellschaft ihren Platz nicht behaupten.