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personal mapping
video, objects, installation, embroidery

Es sind persönliche, maximal abstrahierte Beziehungslandkarten, die Maria Hanl im
Bildraum 07 präsentiert. Dabei setzt die Künstlerin die Linie als raumschaffendes Element der Systematisierung ein und erarbeitet komplexe Sinnbilder zwischenmenschlicher Systeme, in all deren Fragilität und Verworrenheit. Auch Momente der Veränderung sind ein wesentlicher Bestandteil, womit Konstruktion und Dekonstruktion in die Werke eingeschrieben sind. Maria Hanls Arbeiten bevölkern einen konzeptuellen Raum, in dem die jeweiligen Kräfte der kultivierten Abgeklärtheit und der modernen sozialen Dysfunktion einander gegenüberstehen.
Personal Mapping betrachtet soziale Netzwerke lakonisch und in einer organischen Qualität, die sich dem Fragmentarischen von Beziehungen phänomenologisch nähert. Es sind gleichsam dreidimensionale Liniengeflechte, deren Materialität sich erst bei genauer Betrachtung erschließt und die in formaler Zurückhaltung poetische Qualitäten in sich bergen. Sie zeigen gespannte und lockere Verbindungslinien, gerade und gewundene Wege, Nähe und Distanz, Verschlingungen, luftige Bereiche und von Überlagerungen geprägte dichte Areale. Hanl verweist in ihren aktuellen Arbeiten auf jene Punkte, an denen unser System uns überraschend in die Irre, in chaotische Verstrickungen führt, uns vor ein abruptes Ende stellt oder unter dem unerbittlichen Zug eines Gummibandes seine brutale Seite enthüllt.
In Maria Hanls Wandinterventionen und Videos klingt an, wie psychische Systeme sich nicht nur durch Anpassung, sondern auch durch Aneignung transformieren. Ihre reduzierten Arbeiten öffnen so metaphorisch den Blick für das Verbindende, das Veränderliche und die Grenzen zwischenmenschlicher Entwicklung (Esther Mlenek).

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Ausstellungsansicht: Bildrecht07, 2019 (Fotocredits: Eva Kelety)
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img_9680-webdialogs - variations of a structure objects and tape on wall, 2018
Installationsansicht: Bildraum07, 2019

img_8767-heller-web dialog-2, Video 0:27 min, 2018 / Installationsansicht: Bildraum07, 2019
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portfolio-personal-mapping-11-2018-151dialog-1, Video, 8:30 min, 2017 / Installationsansicht: Bildraum07, 2019
(Installationsansicht: Fotocredits: Eva Kelety)
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personal mapping
video, objects, installation

In her recent work, Maria Hanl describes complex social systems by using straight lines as graphical elements of systematization and reduction. The rational process of visualizing structures and order goes hand in hand with the loss of information and depth. While the graphical line creates a relation and dependencies between individual points, their position is never absolute and subject of permanent change. The deconstruction and dissolving of the original webs create new structures that are a reference to the limits of grasping interconnectivity and organic development (Stefan Wirnsperger).
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personal mapping
wall installation, Vienna 2018
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personal mapping
wall installation, Cité internationale des arts, Paris 2018