Monatliches Archiv für Januar, 2015

limited systems

Im Fokus der Betrachtungen steht der Mensch als soziales Wesen, mitunter als Trainer seiner selbst und Optimierer seiner Könnenschancen, als Individuum in einer Welt scheinbar grenzenloser Möglichkeiten, in der er letztendlich doch immer wieder zurückgeworfen ist auf sich selbst. Konfrontiert mit seiner Unzulänglichkeit und mit der täglichen Möglichkeit des Scheiterns und Sterbens. Die Arbeiten aus der Serie limited systems versuchen in unterschiedlichen installativen Anordnungen die sozialen Bedingungen des Lebens aufzugreifen. Gruppierungen in scheinbar losen Verbindungen, permanete Veränderungen durch Eingriffe von Außen und eine offensichtliche Fragilität zeichnet die Arbeiten aus.

Für lean on me wurden Schulterpolster zu einer Wandinstallation zusammengefügt, die ähnlich einem Mobile eine fragile Anordnung bilden. Der sich aus dem Titel ableitende Aufforderungscharakter wird dadurch ad absurdum geführt.
EXIST wurde Ton in situ an der Wand aufgebracht, der sich bereits nach kurzer Zeit von der Wand zu lösen begann und nur einen zarten Schriftschatten zurückließ.
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raster, komprimiert
Textilklebeband auf Wand, Maße variabel
Ausstellungsansichten
oben: Barockschlössl Mistelbach, 2014
und Showroom Hrobsky, 2015
Ein Raster mit den ursprünglichen Maßen von 10 x 1,5 m in sich auflösendem und komprimiertem Zustand.

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Holz, Nylon, Schulterpolster, Ausstellungsansicht: Systemprothesen, Wien 2014, Kunstraum Arkade, 2017

Die jeweils rechts und links an Holzstäben befestigten Schulterpolster hängen an Nylonschnüren. Jede Schnur ist wiederum an einem Stab befestigt, der in der Wand fixiert ist. Die Installation ist ähnlich einem Mobile und bildet eine fragile, in sich bewegliche Gruppierung.

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Installation: Holz, Acryl, Textil, Ausstellungsanischt: Showroom Hrobsky, 2015

Die jeweils etwa einen Meter langen, in Rosa- und Beigetönen bemalten Holzstäbe bilden eine von der Decke hängende Gruppe. Es sind nur wenige Stäbe durch Baumwollbänder miteinander fixiert. Das vordergründige Prinzip der Verbindungen besteht darin, dass sich die Stäbe durch Ineinanderstecken gegenseitig halten und tragen und somit eine temporäre, fragile Anordnung bilden.

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100 Holzstäbe, ca. 100 x 100 cm, Acrylfarbe, Ausstellungsansicht: Galerie des OÖ Kunstvereins, Linz, 2014

unfinished objekt - 3 ist eine Anordnung aus rosa bis beige bemalten und ineinander verkeilten Holzstäben. Die Arbeit ist als interaktive Plastik konzipiert und richtet sich mit der Aufforderung “finish this object for me by changing one piece, thank you” an das Publikum.
Möglichkeiten einzugreifen, aber auch eine gewisse Verantwortung für dieses Objekt wurden damit aus der Hand gegeben. Das Aussehen der Plastik ist dadurch in ständiger Veränderung und entzieht sich letztendlich ihrer “Vollendung“.

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unfinished object 2, Ausstellugsansicht: Helsinki, 2013

Die interaktive Wandinstallation >finish this object for me by changing one piece, thank you< wurde von Maria Hanl mit post-its und Klebeband angebracht. Durch die Möglichkeit der BesucherInnen in die Installation einzugreifen wurde der Text mehr und mehr unverständlich und somit auch die Aufforderung, bzw. die Möglichkeit zur Teilhabe nicht mehr erfassbar

stability
Ein stabiles System neigt dazu, nach Beeinflussung von Außen in seinen ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Das Versprechen von Stabilität garantiert immer auch eine gewisse Vorhersehbarkeit und befriedigt das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung.
Was passiert aber, wenn ein anscheinend stabiles System mehr und mehr instabil wird ? Unter Anderem hat es die Möglichkeit sich zu verändern…

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Video, 2011
in 8 Min. 23 Sec. Echtzeit verflüchtigt sich das an der Wand angebrachte Wort…