personal mapping - drawings
Ausgehend von persönlichen Soziogrammen, werden mittels Tusche und flexiblem Trägermaterial Linien in situ an der Wand verspannt. Diese Verspannungen werden teilweise von der Wand genommen und bilden leichte, flexible, räumliche Strukturen, die in Form von linearen Objekten mehr und mehr den Raum füllen.
Durch die verwendete Tusche während des Arbeitsprozesses bleiben Spuren an der Wand zurück - die Arbeitsprozesse bleiben sichtbar. Die Soziogramme verändern sich ständig, und bilden damit ein soziales Gefüge nach, das ähnlich einem Organismus im ständigen Wandel begriffen ist.
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Wand- und Rauminstallation
Ansicht: Cité internationale des arts, Paris 2018

connective tissue of time

Das alte Maierhofgebäude der AIR Hotel Pupik in Scheifling, Steiermark zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Zeichen der Vergänglichkeit nicht sofort beiseitegeschafft werden, sondern ihren Platz behaupten können. Die Dachhaut hat vereinzelt Löcher und bei starkem Regen tropft es von der Decke. Im Video “paintings of a rainy day” malt der herabtropfende Regen - begleitet vom eigenen Sound - Bilder in die aufgebrachte Tusche auf Papier. Die bereits toten, in Spinnweben gefangenen Insekten wurden im Direktdruck unter dem Titel insect-prints zu zarten grafischen Anordnungen versammelt.
sun is drawing a line for me ist eine Foto- und Videoarbeit die durch Beobachtung des Schattens an einem behelfsmäßig angebrachten textilen Regendach im Aussenbereich der Residence entstand.

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insect-prints, Tusche auf Papier, 14,8 x 29 cm, 2017
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paintings of a rainy day, Tusche auf Aquarellkarton, 2017
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paintings of a rainy day, Video, Sound, 2017
Ansicht: Pupik 17
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sun is drawing a line for me, Videostills, 2017

time capsules
Unter dem Begriff der Zeitkapsel versteht man im strengeren Sinn einen Behälter, in dem zeittypische Dinge für eine bestimmte Zeit verschlossen werden, um sie für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. Diese Objekte sind meist von geringem materiellen Wert und sollen die Vergangenheit sichtbar und spürbar machen.
Diese Vorstellung einer materialisierten Lebenszeit wird in den Arbeiten time capsues aufgegriffen. Denn anhand von Dingen gestaltet der Mensch nicht nur seine Welt, er baut mit ihnen auch ständig seine Identität auf. Auf eine gewisse Weise verleibt er sich Dinge ein und macht sie zur Verlängerung seines Ichs. (Persönliche) Dinge sind es, die übrigbleiben, wenn ein Mensch diese Welt wieder verlässt. Die installativen Anordnungen erzählen von der menschlichen Fragilität und den Bemühungen in Form von Materialität weiterzubestehen. Das Vergehen von Zeit und die Endlichkeit allen Lebendigen ist hier keine Tragödie. Es handelt sich vielmehr um eine poetische Reflexion.

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materialisierte zeit, Fotografie, Größen variabel, 2014/17
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erosion, Tisch, Puzzle, 2014/16
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time capsules, Rauminstallation: Fotografie, Objekte, Video
Ausstellungsansicht: masc foundation 2016

schizophrenia
Den unter diesem Titel versammelten Arbeiten wohnt eine Spaltung inne. Was zunächst als zarter Stern erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung der Wandinstallation schizophrenia als Anordnung von gemalten Bomben bzw. schwerem Kriegsgeschütz. Die zarte Erscheinung und die inhaltliche Aufladung gehen hier diametral auseinander. Die äußere Erscheinung vollführt mit ihrer offensichtlichen Ästhetik ein Täuschungsmanöver und macht dem Betrachter, der Betrachterin etwas vor.
“Hanls Arbeit verunsichert. Unserer Wahrnehmung, unserer Sicht auf die Welt ist nicht zu trauen. Vieles ist oft nicht so, wie es scheint, und ein zarter Stern kann sich als grausames Mordinstrument erweisen” (Günther Oberhollenzer, in: Andere Geschichten, Hg. Künstlerhaus, Wien 2017). Ein weiterer Aspekt, der in dieser Arbeit steckt, ist die Fassade, die schöne Form. Ein Versuch, Tatsachen zu verdrängen, um mit der Komplexität und den Widersprüchen in der heutigen Gesellschaft zurechtzukommen. Die Fülle an Informationen, die den modernen Menschen überflutet, führt nicht zwingend zu mehr Wissen und Aufklärung, sondern oft im Gegenteil zu mehr Desinformation, Unsicherheit und Ängsten. Die Videoarbeiten, Installationen und Objekte sind Inszenierungen apokalyptischer Vorstellungen verbunden mit diffusen Ängsten und Mechanismen ihrer Verdrängung.
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Ausstellungsansicht: Andere Geschichten, k-haus 2017
Wandinstallation, 360 x 500 cm, Aquarell auf Papier, Metall (Fertigstellung im Rahmen der AIR des Landes OÖ in Cesky Krumlov, CZ, 2016)
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fleurs du mal, Installation: Fotografie, Metall, Magnet, Vase, Digitaldruck auf Textil, 2016

heavy metal
Für diese Bodeninstallation wurden mit Schwermetallen kontaminierte Böden herangezogen.
Die Ornamente orientieren sich an Fliesenmustern und wurden mit Schablonen auf jeweils
30 x 30 cm großem Aquarellkarton aufgebracht. Vier Stück davon bilden einen vollständigen Mustersatz, der jeweils einer Erde zugeordnet ist. Die bisher verwendeten Bodenproben wurden von internationalen Forschunginstituten bezogen und stammen vorwiegend aus dem europäischen Raum und Afrika. Parallel zur Arbeit entsteht ein ergänzendes Buch, in dem jedem Mustersatz die GPS Daten der Entnahmestelle des Bodens, die Art und Höhe der Kontamination und die beteiligte Forschungseinrichtung zugeordnet sind. Diese Arbeit versteht sich als “work in progress” hinsichtlich der Anzahl der verwendeten Proben und der geografischen Ausdehnung der Entnahmestellen.

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Details, Erden auf Aquarellkarton, 2016/17

anders wie (part eins)
Rauminstallation für goldfußunlimited
Kunsttankstelle Ottakring, 2017

Performance anders wie / part1
mit Angela Besunk, Ilse Reiser, Martin Tomann, Steffi Wimmer
Livemusik: Martin Kratochwil
Künstlerische Leitung: Johanna Tatzgern

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