Archiv für die 'wünschen woran wir nicht glauben' Kategorie

WÜNSCHEN WORAN WIR NICHT GLAUBEN
Video, Linolschnitt, Radierung, Objekt, Installation

Nach einer Beeinflussung von Außen strebt ein stabiles System in der Regel zu seinem Ursprungszustand zurück. Dieses Verhalten inkludiert gewisse Garantien wie Kontinuität, Gewissheit und Voraussicht, die das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit, Ruhe und Ordnung befriedigen.
Was aber passiert, wenn ein anscheinend stabiles System mehr und mehr instabil wird?
Maria Hanl entwickelte mehrere Modelle um diese Schnittstellen sichtbar zu machen. Ihre installativen Anordnungen folgen vorrangig einem streng formalen Weg und eröffnen dennoch ein Spektrum an sinnlichen Erfahrbarkeiten, ohne den spezifisch menschlichen Focus zu vernachlässigen.
Die Rauminstallation >stabilize me< ist eine räumliche Anordnung von weißen Holzleisten, die derart verkeilt sind, sodaß sie sich gegenseitig stützen. Eine geringe Einflußname von außen würde diese Anordnung zwar nicht zerstören, jedoch bleibend verändern. Die Länge der Stäbe steht in Beziehung zum Raum und zur Körpergröße der Künstlerin.
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Ausstellunsansicht k-haus, Passage, 2012