Archiv für die 'video' Kategorie

personal mapping
video, objects, installation, embroidery

Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind persönliche Beziehungsverhältnisse und der Versuch, diese mit den Mitteln der Zeichnung zu analysieren und in einen gesellschaftlichen Kontext zu bringen.
Das verwendete Material dient dabei als grafisches Element, das durch Spannen, Verknoten, Verdichten usw. Verhältnisse sichtbar macht. Dieser rationale Prozess der Visualisierung geht Hand in Hand mit dem Verlust von Information und Tiefe. Während die grafische Linie Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Punkten erzeugt, ist ihre Position niemals absolut und unterliegt permanenten Veränderungen. Die Dekonstruktion und Auflösung der ursprünglichen Netze schafft dabei neue - organische - Strukturen.

Die dynamisiche Veränderung von sozialen Bezugspunkten geht Hand in Hand mit der Individualisierung aber auch Singularisierung der Gesellschaft in der westlichen Welt. Norbert Elisas postuliert, dass das generelle Bedürfnis zum Zusammenleben mit anderen Individuen gegeben bleibt, auch wenn in der modern geprägten Gesellschaft das Ich-Ideal zur Norm, zum hoch geschätzten Wert wird. Egal wie individuell wir uns geben und geben müssen, haben wir doch immer das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung und Integration.

personal mappig ist der Versuch, die Dynamik von sozialen Beziehungen in eine künstlerische Sprache zu übersetzen, wobei diese Übersetzung den Prozess des Nachdenkens sichtbar macht. Ausgehend von individuellen Verhältnissen wird eine Reflexion über das Spannungsfeld von Individualität, Singularisierung und dem Bedürfnis nach Verbundenheit vollzogen. Die Intuition ist neben der Rationalität ein gleichberechtigtes Mittel der künstlerischen Forschung.

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Ausstellungsansicht: Bildrecht07, 2019 (Fotocredits: Eva Kelety)
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img_9680-webdialogs - variations of a structure objects and tape on wall, 2018
Installationsansicht: Bildraum07, 2019

img_8767-heller-web dialog-2, Video 0:27 min, 2018 / Installationsansicht: Bildraum07, 2019
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portfolio-personal-mapping-11-2018-151minimalistisches gegenüber, Video, 8:30 min, 2017 / Installationsansicht: Bildraum07, 2019
(Installationsansicht: Fotocredits: Eva Kelety)
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img_9704-web field, wallinstallation, Bildraum07, 2019
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wallinstallation, Vienna 2018
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wallinstallation, Cité internationale des arts, Paris 2018
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köpfe, Video 0:30 min, 2018,
Metallbänke, Talg und diverses Material auf Stein
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connective tissue of time
paintings, prints, video

Das alte Maierhofgebäude der AIR Hotel Pupik in Scheifling, Steiermark zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Zeichen der Vergänglichkeit nicht sofort beiseitegeschafft werden, sondern ihren Platz behaupten können. So hat die Dachhaut vereinzelt Löcher und bei starkem Regen tropft es von der Decke. Der Zustand des Gebäudes und die Kraft der Naturgewalten wurden von Maria Hanl in das Entstehen der künstlerischen Arbeiten maßgeblich einbezogen. Im Video “paintings of a rainy day” malt der herabtropfende Regen - begleitet vom eigenen Sound - Bilder in die aufgebrachte Tusche auf Papier. Die bereits toten, in Spinnweben gefangenen Insekten wurden im Direktdruck unter dem Titel insect-prints zu zarten grafischen Anordnungen versammelt. sun is drawing a line for me ist eine Foto- und Videoarbeit die durch Beobachtung des Schattens an einem behelfsmäßig angebrachten textilen Regendach im Aussenbereich der Residence entstand.

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insect-prints, Tusche auf Papier, 14,8 x 29 cm, 2017
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paintings of a rainy day, Tusche auf Aquarellkarton, 2017
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paintings of a rainy day, Video, Sound, 2017
Ansicht: Pupik 17
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sun is drawing a line for me, Videostills, 2017

JOURNEYS
Video, Fotografie, Objekt (Arbeiten 2011 - 2019)

Artist in Residence Aufenthalte, Reisen oder der ganz alltägliche Weg von A nach B sind immer wieder Anlass, mittels Video- und Fotoarbeiten das Verhältnis von Mensch und Raum zu untersuchen. Der Blick richtet sich auf Phänomene kollektiver Handlungsabläufe ebenso wie auf performative Szenen die durch Zufall - meist in Kombination mit Gegenständen - entstehen. In einem Spiel aus Assoziation und Kombination eröffnen sich ungewohnte Blickwinkel die zu neuen Bedeutungszusammenhängen verwoben werden.

collective gestures

Die moderne Gesellschaft bringt ein im Einzelnen stark differenziertes Bedürfnis nach Erholung und Alltagsdistanz hervor und reagiert darauf durch verschiedene Formen von Urlaubsreisen. Obwohl der enge Zusammenhang von Wirtschaft und Tourismus offensichtlich ist, scheint sich das Phänomen nicht darin zu erschöpfen: denn wichtige Elemente sind unter anderem Symbole, Markierungen und Bilder des Fremden. In den Arbeiten urban performances wird untersucht welche Formen der Erwartungshaltung der moderne Tourismus ausbildet und welche kollektiven Handlungen daraus entstehen.
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collective gestures (touching the pyramid)
Video, Hochformat, 19:23 min, Paris, 2018

Der Louvre und die gläserne Pyramide des Architekten Ieoh Ming Pei bilden für viele Touristen einen Fixpunkt im Ablauf einer Paris-Reise. Auf den dort in regelmäßigen Abständen angebrachten Steinquadern positionieren sich permanent Menschen um mit einer erhobenen Geste der Hand für ein Erinnerungsfoto/Video das Berühren der Glaspyramide zu simulieren. So vollzieht sich täglich und im minütlichen Wechsel eine Art Choreografie der immer gleichen Gesten.(Diese Arbeit entstand im Rahmen einer AIR der BKA-Kunstsektion in der Cité internationale des arts, Paris (F))

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collective gestures (performance with Strauß)
Video, Hochformat, 8:36 min, Wien, 2016

urban choreographies
Videos in denen Dinge die Hauptrolle spielen
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köpfe, Video 0:30 min, 2018,
Metallbänke, Talg und diverses Material auf Stein
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mark / markierung, Video 0:25 min (Loop), 2017
Spray auf Asphalt und Blatt
Installation: Videoprojektion, Fotoobjekt / Ansicht: afo, Linz 2018
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dancing in the wind Video, 0:17 min, Wien, 2016
Regenschirm (schwarz), Mistkübel, starker Wind
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dance with me, Video, 2:01 min, Wienfluss im Stadtpark, 2017
Wienfluss: Textil zu Zieharmonikamusik
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a duet for the Venice Biennale 2017, Video, 2:08 min
Vaporettostation “Biennale”: Bikinioberteil mit Wattierung
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LOSER
Die Arbeit LOSER ist ein wachsendes fotografisches Archiv einzelner, verloren gegangener Handschuhe. Seit 2011 entsteht diese Sammlung in einer gewissen Beiläufigkeit beim Gehen alltäglicher Wege. Von der ursprünglichen Aufgabe enthoben, werden die Dinge in Form eines Abbilds in eine Sammlung eingefügt und bekommen auf diese Weise einen neuen Platz zugewiesen. Die Installation spielt mit der doppelbödigen Bedeutung der Wörter “loser” bzw. “Verlierer”: zum einen greift sie das reale Verlorengehen der Handschuhe auf, zum anderen gibt es den sozialen Kontext, in dem man Menschen als “loser” oder “Verlierer” bezeichnet, die in der Gesellschaft ihren Platz nicht behaupten.
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img_3162-web1Wandinstallation: Fotos, Klebeband, Ausstellungsansicht: lokal-int, Biel-Bienne, Schweiz, 2013

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Wandinstallation, Ausstellungsansicht: Barockschlössl Mistelbach, 2014

Ausstellungsansichten

Zurücklassen - Aufgreifen - Aneignen
Der urbane Raum ist das Aktionsfeld bzw. der Ausgangspunkt, den die Künstlerinnen mittels Zeichnung, Video, Objekt und Fotografie zum Thema ihrer künstlerischen Forschung machen. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf die Stadt als soziales Gefüge als auch auf einen Ort vielfältiger Handlungsabläufe. Randbereiche des Alltäglichen werden beleuchtet und auf unterschiedliche Weise zum Thema gemacht.

Konzept: Maria Hanl, Silke Maier-Gamauf
mit Arbeiten von Elisa Andessner, Rahel Bruns, Romana Hagyo, Maria Hanl, Silke Maier-Gamauf, Christoph Schwarz, Reinhold Zisser, Performance: Goldfuß unlimited/Johanna Tatzgern

Notgalerie Wien, 2018

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