FÜNFTAGEWOCHE

Maria Hanl
Künstlerin
Dienstag bis Samstag von 9-12 und 13- 17 Uhr

Der Steyrermühl-Konzern war ein im 19. und 20. Jahrhundert bedeutender österreichischer Medienkonzern, der die Papierfabrikation ebenso umfasste wie Druckereien, Zeitungen und Buchverlage.

Die Papierfabrik in Laakirchen wurde laut aktuellem Eigentümer 1868 gegründet und im Laufe der Jahrzehnte zu einem bestimmenden Faktor der Industrialisierung an diesem Ort. Vor allem aber bestimmte die Fabrik über viele Jahre das Leben der Menschen, die sich hier – oft wegen der vorhandenen Arbeit – ansiedelten.

Laakirchen, 2021 (Foto: Friederike Reiter)

Die Fabrik, gelegen am Ufer der Traun, hat eine wechselvolle Geschichte: wurde aus- und umgebaut, abgetragen, modernisiert, erweitert und erneuert. In einem alten Gebäudetrakt wurde vor Jahren ein Papiermachermuseum eingerichtet, ein anderer in die Jahre gekommener Teil ist heute relativ verwaist.
Die Hallen werden nicht mehr im Rahmen der Papierherstellung genutzt und dienen als Lagerplätze, Standort für kleinere Firmen wie z.B. einer Autowerkstatt oder stehen schlicht und einfach leer.

Dieser einst traditionelle Ort von Produktion und Arbeit wurde im Sommer 2021 im Rahmen von kunstfabrik4punkt0/Kulturhauptstad2024 für fünf Tage zum Ort meiner künstlerischen Arbeit. Orte befinden sich in ständiger Veränderung. Manchmal spüren wir das stärker, manchmal weniger stark. Veränderung ist nicht nur diesem Ort eingeschrieben, sondern Veränderung ist die Grundbedingung des Menschseins. Mit dieser Grundbedingung einer ständigen Transformation habe ich mich in dieser „Fünftagewoche“ beschäftigt. Durch die ironische Selbstauferlegung von klassischen Arbeitszeiten habe ich im Rahmen dieses Projekts den künstlerischen Arbeitsprozess selbst zum Thema gemacht, bzw. die Frage gestellt, was Arbeit ist und sein kann.

Fünftagewoche: Büro, Arbeitszeit, Dienstkleidung / kunstfabrik4punkt0, 2021
Fünftagewoche, Büro-Installation und Raumzeichnung, kunstfabrik4punkt0, 2021
Fünftagewoche: aus dem Arbeitsprozess / kunstfabrik4punkt0, 2021




DIE EREIGNISSE ZWISCHEN DEN DINGEN

Die Ereignisse zwischen den Dingen
Ausstellungsansicht, Leibnitz 2021



Maria Hanl: Die Ereignisse zwischen den Dingen
Künstlerinnenbuch, 52 Seiten, farbig, 2021

Die Ereignisse zwischen den Dingen, Fotografie auf Hahnemühle, 2021






PERSONAL MAPPING


dialogs

dialogs, Installation, Künstlerhaus Wien, 2021





EXCHANGING LINES – Maria Hanl I Cecilia Hultman

durch das Buch blättern

Cecilia Hultman
Maria Hanl


Aus einer abgesagten Ausstellung aufgrund des lockdowns im Frühling 2020 im basement, Wien ist dieses Buch entstanden. Eine Ausstellung zum Mitnehmen. Mit einem Text von Petra Noll-Hammerstiel (Englisch/Deutsch

„KünstlerInnendialoge leben vom physisch-dynamischen Kontakt, sei es im Gespräch oder beim Arbeiten an einem gemeinsamen Werk. Maria Hanl aus Österreich und Cecilia Hultman aus Schweden beschritten, krisenbedingt, einen anderen Weg. Anstelle einer geplanten, gemeinsam erarbeiteten Ausstellung führten sie einen virtuellen, postalischen und telefonischen Dialog, der in einem analogen Buch mündete. (Petra Noll-Hammerstiel)“



SUBJECTS AND OBJECTS ARE STRUCTURING SPACE AND TIME


spatial practice

spatial practice
Installation (Video / Zeichnung / Objekte) PROGR – Zentrum für Kulturproduktion, Bern (CH), 2020






lines


desire paths
performatives Video, 4:15 min, März, 2020





ichdu

ichdu
Videoinstallation, Kammerhofgalerie Gmunden, 2020