ICHDU

ICHDU, Textvideo, 2:34min, 2021
gezeigt im Oberösterreichischen Kunstverein im Rahmen der Ausstellung „Revue“

In diesem Video werden Fragen gestellt nach dem Verhältnis zwischen ICH und DU. Wie beeinflusst dieses Verhältnis unser Denken und unseren Bezug zur Welt ?
Was passiert in einer Gesellschaft, die auf atomisierte, konkurrierende Individuen setzt, die parallel zueinander immer weiter streben ohne sich je zu berühren ?
(inspiriert durch die Lektüre von Autor*nnen wie Martin Buber, Maurice Merleau Ponty, Adam Smith, Jenny Odell, Robin Wall Kimmerer, Luce Irigaray, Tim Ingold und anderen)



desire paths

desire paths, Videoinstallation, Städtische Galerie Dortmund, Rombergpark, 2021



desire paths
Installation: Video, Objekt, Fotografie, Galerie Marenzi Leibnitz 2021


desire paths
Videostills / performatives Video, 4:15 min, März, 2020




DIE EREIGNISSE ZWISCHEN DEN DINGEN

Ausstellungsansicht, Galerie Marenzi, Leibnitz, 2021



performative drawings, Fotografie auf Papier, 2020



Die Ereignisse zwischen den Dingen
Ausstellungsansichten, Leibnitz 2021





Maria Hanl: Die Ereignisse zwischen den Dingen
Künstlerinnenbuch, 52 Seiten, farbig, Mai 2021





Die Ereignisse zwischen den Dingen
Installation, ArtistStatement, Parallel2021


performative drawings, Fotografie auf Papier, 2021






FÜNFTAGEWOCHE
Maria Hanl – Künstlerin
Dienstag bis Samstag 9-12 und 13-17 Uhr

(ein Projekt im Rahmen von Kulturhauptstadt 2024)

Der Steyrermühl-Konzern war ein im 19. und 20. Jahrhundert bedeutender österreichischer Medienkonzern, der die Papierfabrikation ebenso umfasste wie Druckereien, Zeitungen und Buchverlage. Über viele Jahre bestimmte diese Fabrik das Leben der Menschen, die sich hier – oft wegen der vorhandenen Arbeit – ansiedelten. Auch heute arbeiten in der Fabrik – mittlerweile im Besitz von UPM – immer noch ca. 400 Menschen.
Ein großes Areal der alten Fabrik wird jedoch heute nicht mehr zur Papierherstellung genutzt. Gebäude dienen als Lagerplatz, Standorte für kleinere Firmen oder stehen leer.

Im Frühling 2021 wurde ich gefragt, ob ich als Künstlerin für eine Woche in einem dieser Leerstände arbeiten möchte. So wurde das ehemalige Elektrizitätswerk für einige Tage zum Ort meiner künstlerischen Arbeit.

Veränderung ist nicht nur diesem Ort eingeschrieben, sondern Veränderung ist die Grundbedingung des Menschseins. Mit dieser Grundbedingung einer ständigen Transformation habe ich mich in der Fünftagewoche beschäftigt. Ich habe mich dabei auf eine relativ offene Reise begeben und Materialien und Situationen die ich im Umfeld der Fabrik vorgefunden habe in meine Arbeit integriert.

Im ersten Stock wurde von mir ein „Büro“ mit fixen Dienstzeiten eingerichtet, in dem man mich auch unkompliziert besuchen konnte. Dieses Büro veränderte sich im Laufe der Woche: Fundstücke, Objekte, Fotografien, Videosequenzen, Zeichnungen usw. wurden an Wand und Boden in immer unterschiedlichen Zusammensetzungen geordnet, arrangiert, ergänzt usw. Durch die ironische Selbstauferlegung von klassichen Arbeitszeiten und der Einrichtung des „Büros“ wurde das Thema Arbeit sehr direkt aufgegriffen und der künstlerischen Arbeitsprozess selbst zum Thema gemacht. Ist Kunst Arbeit ? Was ist Arbeit bzw. was kann oder könnte Arbeit sein ? Wie beeinflusst uns das was wir tun und wie formt es unseren Blick auf die Welt und die Möglichkeiten wie wir ihr begegnen ?

Fünftagewoche, Büro, Dienstzeiten, Bürokleidung, installative Anordnungen
Kunstfabrik4.0, Steyrermühl 2021

Fünftagewoche, aus dem Arbeitsprozess: Büro und Halle
Kunstfabrik4.0, Steyrermühl 2021






SUBJECTS AND OBJECTS ARE STRUCTURING SPACE AND TIME

dialogs

dialogs, Installation, Künstlerhaus Wien, 2021


dialogs, Installation, und performative Improvisation mit der Flötistin Angelina Ertel, Künstlerhaus 2021








nothing remains

nothing remains
Cyanotypie auf Peace-silk / Objekt, Fotografie und Video
FLUC, Wien, Juni 2021 / Oktober 2021

Diese Arbeit entstand zwischen Frühling und Herbst 2021. Eine vielleicht romantische Geste, die die Symbolik der Tauben aufgreift:

Die Taubensymbolik war schon im Altertum bekannt. In unterschiedlichen Kulturen wurden ihr verschiedene Bedeutungen zugesprochen: Herrin über Leben und Tod oder Symbol des Eros und der Liebe. Im alten Indien und bei einigen germanischen Stämmen galt die Taube als „Seelenvogel“. Als religiöses Symbol steht sie in der katholischen Kirche für den Heiligen Geist, im Islam gilt sie als heilig, weil Tauben den Propheten Mohammed auf der Flucht von Mekka nach Medina beschützt haben sollen. Seit Ende der Vierziger Jahre kennen wir die Taube als Symbol des Friedens.

Die Taubenfamilie ist groß. Es gibt über achthundert Arten. Sie leben in Freiheit oder in Züchterhand. Im Wind des Frühsommers 2021 flatterten ihre Shilouetten im Blau des Himmels. Es dauerte jedoch nicht lange und sie waren verschwunden…weggeflogen.